Erhöhung von Comfort bei Bewohnerinnen und Bewohnern in der Langzeitpflege

Ein Kooperationsprojekt des Zentrums für Gerontologie mit der Stiftung Neumünster

Menschen in der Langzeitpflege fühlen sich häufig vereinsamt, was nachgewiesenermassen gravierende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen kann. Kommen depressive Verstimmungen hinzu, welche mit erhöhtem physischem Schmerzempfinden einhergehen, ist das Wohlbefinden alter Menschen empfindlich beeinträchtigt. Soziale Kontakte, die sich durch Mitgefühl und Zuneigung auszeichnen, wirken sich positiv auf das physische und psychische Wohlbefinden aus. Das ist empirisch gut bestätigt.

Eine spezifische Form sozialer Zuwendung, deren positive Wirkung zwar bekannt, aber in der Langzeitpflege noch nicht erforscht ist, ist das therapeutische Handauflegen. Es wird aufgrund eines Vortests mit einer kleinen Stichprobe davon ausgegangen, dass dies das Wohlbefinden vereinsamter und/oder depressiv verstimmter Menschen verbessert, da es innert kurzer Zeit zu einer Tiefenentspannung führt. Sollte sich das therapeutische Handauflegen als eine effektive Intervention erweisen, könnte es mit entsprechender Schulung als eine kostengünstige Intervention, die frei von Nebenwirkungen ist, in den pflegerischen Alltag eingebaut werden. Dadurch kann ein nachhaltiger Transfer in die Praxis erreicht werden.

Die Grobziele des Pilotprojektes sind:

Erheben der physischen und/oder psychischen Wirkungen des therapeutischen Handauflegens auf das Wohlbefinden vereinsamter und/oder depressiver Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen (beispielsweise Reduktion von Schmerzempfinden).

Nicht zuletzt soll das Vorprojekt mittels einer wissenschaftlichen Evaluation begleitet und auf seine Wirksamkeit überprüft werden.

Bei positivem Resultat kann die Studie als Grundlage zur Entwicklung einer Schulung für Pflegekräfte in der Langzeitpflege genutzt werden (Praxistransfer für Multiplikatoren).

Laufzeit:
2014 – 01/2016

Projektleitung:
Dr. Sandra Oppikofer, sandra.oppikofer@zfg.uzh.ch

Projektmitarbeiterinnen:   
Laura Meister, Yvonne Kündig (2014-2015)