Gesundes Altern durch mobile Gesundheitsmessung
(Mobile Health Tracking)

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Ausgangssituation

Gesundheitliche und bewegungsrelevante Kennwerte werden heute zunehmend mobil mit Wearables (Mobile Devices) und Smartphones durch Privatpersonen erfasst. Das Interesse an der eigenen Gesundheit besteht dabei nicht nur bei jungen Personen, die ihre persönliche Leistungsfähigkeit überwachen wollen, sondern auch zunehmend bei älteren Menschen, die durch die mobile Gesundheitsmessung eigene Vergleichswerte erhalten, also auch Daten sammeln, die sie ihren Ärztinnen bzw. Ärzten oder anderen Fachpersonen zur Verfügung stellen können.

Auch wenn das Interesse an der täglichen Messung der eigenen Gesundheitsdaten in der älteren Schweizer Bevölkerung zunehmend steigt, lassen sich keine Studien zur aktuellen Nutzung von Wearables für die Gesundheitsmessung bei älteren Menschen finden. Es fehlt hierbei nicht nur an repräsentativen Nutzungszahlen, sondern vor allem auch an Daten hinsichtlich der Technikakzeptanz und der Motive zur Nutzung von Wearables für die tägliche Gesundheitsmessung.

Als „Wearables“ werden in der Studie folgende technischen Geräterubriken verstanden: Smartwatches und Fitnessarmbänder. Zusätzlich wird auch die Messung der Gesundheit und Bewegung mittels eines Smartphones oder Tablet-Computers erfasst.

Fragestellungen

Die Befragungsstudie bei Personen ab 50 Jahren soll folgende Forschungsfragen beantworten können:

  1. Werden Wearables und Smartphones zur Gesundheitsmessung und zum Monitoring genutzt und, wenn ja, wie intensiv ist diese Nutzung?
  2. Welche Motive und Erwartungen bestehen hinsichtlich des mobilen Gesundheitstrackings?
  3. Welche Bedürfnisse und Wünsche hat die befragte Bevölkerungsgruppe hinsichtlich der täglichen Gesundheitsmessung und -kontrolle?
  4. Wird ein Zusammenhang zwischen der individuellen technisch unterstützten Gesundheitsmessung und der Zufriedenheit mit der Fitness und Gesundheitsprävention wahrgenommen?
  5. Inwieweit besteht eine Bereitschaft, die erhobenen mobilen Daten für Forschungszwecke freizugeben?

Methodik

Im November 2016 wurde eine repräsentative telefonische Befragung (N = 1013) bei Personen ab 50 Jahren in der Schweiz (D-CH/F-CH) durchgeführt.

Erste Ergebnisse

Infografik_kurze_Ergebnisse_Studie_mHealth50
Infografik_kurze_Ergebnisse_Studie_mHealth50

Erste kurze Ergebnisse können der Grafik entnommen werden.

Veröffentlichungen

  1. Seifert, A., Schlomann, A., Rietz, C. & Schelling, H.R. (2017). The use of mobile devices for physical activity tracking in older adults’ everyday life. Digital Health, 3(1), 1-12. DOI 10.1177/2055207617740088.

 

 

Laufzeit des Projekts: 08/2016 – 08/2018

Kontakt:
Alexander Seifert, alexander.seifert@zfg.uzh.ch