Mobile Research for Studying Daily Life (MoReLIFE)

Austestung neuer Erhebungsmethoden

Die Nutzung des Internets – stationär wie mobil – ist für viele Menschen selbstverständlich geworden. Das Internet als ein wichtiges Beispiel von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ist aus dem heutigen gesellschaftlichen und privaten Leben kaum noch wegzudenken. Auch wenn die Nutzung des Internets bei Personen ab 65 Jahren weniger häufig ist als bei jüngeren Generationen (siehe Schelling & Seifert, 2010), nimmt auch hier die generelle Häufigkeit zu und lässt für die nächsten Jahren eine Angleichung erwarten. Bei der Betrachtung der Nutzungszahlen fällt auf, dass die mobile Nutzung, also die Nutzung des Internets über Tablets oder Smartphones, generell in den letzten 5 Jahren angestiegen ist, auch bei Personen ab 50 Jahren. Gerade die mobilen Endgeräte ermöglichen eine ort- und zeitungebundene Erreichbarkeit und Zugänglichkeit von Informationen. 

Das Potenzial der mobilen Endgeräte zeigt sich nicht nur im alltäglichen Nutzen für die EndnutzerInnen, sondern kann auch für eine an individuellen Daten orientierte Forschung eingesetzt werden.

Der grundsätzliche Ansatz des vorliegenden Vorprojekts folgt dem Grundgedanken einer individualisierten Forschung im Sinne einer Erforschung des täglichen Lebens im Alltagskontext. Dem Zentrum für Gerontologie geht es dabei auch um eine Methodenentwicklung zur individualisierten Messung, mit dem praktischen Ziel einer Förderung und Stabilisierung von Lebensqualität im Alter. Zur Erfassung dieses täglichen Lebens können zunehmend auch mobile Endgeräte eingesetzt werden.

Ein mögliches Erhebungsinstrument ist das Smartphone, welches sich gerade durch die selbstverständliche Integration in den Alltag einer Person anbietet. Personen, welche ein Smartphone besitzen, haben zugleich auch ein hochentwickeltes Erhebungs- und Auswertungsinstrument ständig bei sich.

Mit dem Smartphone können nicht nur Daten mit geräteeigenen Sensoren automatisiert erhoben werden, sondern auch Daten, welche aktiv vom/von der BenutzerIn erfasst werden. Gerade diese Kombination sowie die ort- und zeitungebundene Möglichkeit der Erhebung im Alltag sprechen für diese Erhebungsmethode.

Im aktuellen Vorprojekt konnten erste Erfahrungen und Informationen zur mobilen Datenerhebung für Forschungszwecke gesammelt werden. Das durchgeführte Projekt ermöglichte das konkrete Austesten des Erhebungsgeräts. Neben dem Austesten der Hardware und Software ging es um die Handhabbarkeit (usability) und Realisierbarkeit der mobilen Datenerfassung innerhalb der Untersuchungsgruppe.

Laufzeit des Projekts: 01/2014 – 05/2014

Kontakt:
Alexander Seifert, alexander.seifert@zfg.uzh.ch