Besser altern: Nadel einfädeln

19. Zürcher Gerontologietag 2018:
«Besser altern!»

Universitäre Gerontologie  gestern – heute – morgen

20 Jahre Zentrum für Gerontologie:
Jubiläumstagung des Zentrums für Gerontologie und des Universitären Forschungsschwerpunkts «Dynamik Gesunden Alterns» der Universität Zürich

Mittwoch, 12. September 2018, 10:15 – ca. 18:00 Uhr
Universität Zürich, Hauptgebäude Zentrum, KOL-F-101, Rämistrasse 71, Zürich



Universitäre Gerontologie gestern – heute – morgen

Im Herbst 1998 wurde – nach Vorarbeiten des «Zürcher Arbeitskreises für Gerontologie» und mit Unterstützung des damaligen Rektors – das Zentrum für Gerontologie als eines der ersten Kompetenzzentren der Universität Zürich gegründet. Einer der Ausgangspunkte war das Nationale Forschungsprogramm 32 «Alter» (1992 – 1998) gewesen, an dessen Abschluss das neue «ZfG» unmittelbar anschloss.

Mit vorerst sehr geringer finanzieller, personeller und räumlicher Ausstattung machten sich die damals mehrheitlich freiwillig und ehrenamtlich am ZfG Tätigen daran, das Altern als Forschungsthema mit engen Praxisbezügen an der Universität zu etablieren. Dies gelang erstaunlich gut, auch aufgrund einer erhöhten gesellschaftlichen und politischen Aufmerksamkeit für Erscheinungen und Folgen der demographischen Alterung: Bald wurden Altersthemen in diversen Fachbereichen wie der Soziologie, Psychologie, Theologie, Gesundheitsökonomie, Sprach- und Kulturwissenschaften u.s.w. bearbeitet; es wurde sogar ein Lehrstuhl für Gerontopsychologie eingerichtet und einer für Geriatrie vorbereitet.

Heute, 20 Jahre später, sind Altersthemen in aller Munde, noch immer aber häufig mit Befürchtungen individueller und gesellschaftlicher Art verknüpft. Weniger die Potenziale einer alternden Gesellschaft als vielmehr die Sorgen um Kosten und Aufwand für Renten und Pflege stehen im Vordergrund.

Das Zentrum für Gerontologie legte von Anfang an den Fokus auf die individuellen und sozialen Bedingungen eines «guten Alterns» und unterstützte diese mit Forschung, Interventions- und Evaluationsstudien, Weiterbildungs- und Beratungsangeboten.

Heute verlagert sich das Augenmerk vermehrt von Gruppen- und Strukturmerk­malen als Prädiktoren der Lebensqualität im Alter zu individuellen – gleichzeitig sozial ermöglichten – Chancen der Stabilisierung einer guten Lebensqualität. Dies wird erleichtert durch neue, individualisierte Datenerhebungs- und -auswertungs­verfahren. Dabei wird die aktive Mitgestaltung durch ältere Menschen gross geschrieben.

Der Jubiläums-Gerontologietag soll nicht nur einen Blick auf die Anfänge, sondern auch auf die Gegenwart und vor allem auf die Zukunft einer universitären Gerontologie ermöglichen und dabei die Potenziale fächerübergreifender Kooperationen aufzeigen. In Input-Workshops werden zu diesem Zweck aktuelle Ansätze und Projekte der Arbeitsbereiche Forschung, Entwicklung und Evaluation, Fort- und Weiterbildung sowie Beratung vorgestellt und diskutiert. In Vorträgen und in einem abschliessenden Podiumsgespräch werden Entwicklungsszenarien einer forschenden Gerontologie und Geriatrie erörtert.

Die Tagung wird abgeschlossen mit der Verleihung des renommierten Vontobel-Preises der Universität Zürich für Alter(n)sforschung.

Programm

ab 09:45

Eintreffen (Empfang, Registration, Begrüssungskaffee)

10:15

Begrüssung und Einführung

Hans Rudolf Schelling

10:35

Input-Workshops zu den ZfG-Schwerpunkten

  • Forschung (Alexander Seifert)
  • Entwicklung und Evaluation (Dr. Sandra Oppikofer)
  • Fort- und Weiterbildung (Friederike Geray)
  • Psychologische Beratung (Dr. Bettina Ugolini)

(2 Workshops à 45 Minuten zur Wahl: 10:35 – 11:20 / 11:25 – 12:10 Uhr)

12:15

Mittagspause / Stehlunch

13:30

Referate: Gerontologie gestern – heute – morgen

  • Alter im Wandel: Die Entwicklung der Gerontologie in der Schweiz
    Prof. Dr. François Höpflinger, Gründungs- und Leitungsmitglied ZfG
  • Wer braucht Gerontologie – und wozu?
    Die Aktualität der Gründungsgeschichte des ZfG

    PD Dr. Albert Wettstein, Gründungs- und Leitungsmitglied ZfG
  • Das Alter neu denken und leben
    Dr. Markus Zürcher, Generalsekretär SAGW, Bern

15:15

Pause

15:45

Podiumsgespräch
Entwicklungsszenarien einer forschenden Gerontologie und Geriatrie

Diskussion der Referenten und sowie weiterer Vertreter/innen der Forschung und der Praxis untereinander und mit dem Publikum

Moderation: Dr. Christina Röcke (angefragt)

17:00

Verleihung des Vontobel-Preises für Alter(n)sforschung 2018

Moderation: Prof. Dr. Mike Martin
Mit Grussworten der Universitätsleitung und der Vontobel-Stiftung sowie musikalischer Umrahmung

anschl.

Apéro riche

Organisation und Anmeldung

Universität Zürich
Zentrum für Gerontologie                     
Pestalozzistrasse 24
CH-8032 Zürich


Tel. +41 (0)44 635 34 20
E-Mail: tagung@zfg.uzh.ch

Teilnahmegebühr:

Normal (Verdienende): CHF 150.–
Rentner/innen, Studierende, in Ausbildung: CHF 80.–
Mitglieder AGSG: kostenlos

Online-Anmeldung…


Tagungsort

Universität Zürich, Hauptgebäude Zentrum, KOL-F-101, Rämistrasse 71, Zürich

(Workshops: Angaben vor Ort)

Ein rollstuhlgängiger Eingang, der direkt zum Lift führt, befindet sich rechts neben dem Haupteingang des Kollegiengebäudes KOL (Rämistrasse 71) Richtung KO2.

Wenige Parkplätze verfügbar; bitte benutzen Sie möglichst die öffentlichen Verkehrsmittel.

Anreise ab Hauptbahnhof Zürich:

  • Tramlinie 6 Richtung Zoo bis ETH/Universitätsspital, ca. 250 m zu Fuss zur Univ.
  • Tramlinie 10 Richtung Flughafen bis ETH/Universitätsspital, ca. 400 m zu Fuss
  • zu Fuss zum Central, dann Polybahn zur Polyterrasse ETH, ca. 250 m zu Fuss

Unterstützung

Musikalische Umrahmung der Preisverleihung durch hochbegabte junge Musiker/innen der durch Dr. Hans Vontobel gegründeten Stiftung Lyra.

Der Vontobel-Preis der Universität Zürich für Alter(n)sforschung ist gestiftet von der Vontobel-Stiftung.