Wohn- und Lebensformen im Alter(n)

Interdisziplinäre, öffentliche Veranstaltungsreihe im Herbstsemester 2012,
in Zusammenarbeit mit der Age Stiftung
(Fortsetzung, 2. Teil)

Ab 19. September 2012 14-täglich am Mittwoch, 18.15 - 19.45 Uhr
Universität Zürich-Zentrum, Rämistrasse 71, Hörsaal KOL-F-101
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich. 

Daten: 19.9. / 3.10. / 17.10. / 31.10. / 14.11. / 28.11. / 12.12.2012

Seiteninhalt


In der Diskussion der Folgen der demografischen Alterung wird häufig vergessen, dass nicht nur die altersmässige Zusammensetzung der Gesellschaft einem Wandel unterworfen war und ist, sondern dass sich auch die Gesichter des Alter(n)s selbst sowie die Ansprüche und Realitäten älterer Menschen bezüglich Lebens- und Wohnformen veränderten, sich weiter verändern und differenzieren. 

Dieser Wandel kommt besonders in der Gestaltung des Wohnens im Alter zum Ausdruck. So hat das «Wohnen allein» stark zugenommen, was aber nicht zwingend einen Verzicht auf Partnerschaft bedeutet. Die Ansprüche an die Wohnfläche, an den Wohnkomfort, vor allem auch an die Selbstbestimmung der Wohn- und Lebensverhältnisse sind gestiegen. Haben die individuellen und kollektiven Ressourcen etwa in sozialer, kultureller, technischer, ökonomischer und ökologischer Hinsicht bisher damit mithalten können, werden sie in Zukunft mithalten können, oder wie sind mögliche Diskrepanzen zu bewältigen?

In Zusammenarbeit mit der Age Stiftung widmet sich die Veranstaltungsreihe vielfältigen Veränderungen von Wohn- und Lebensformen im Alter(n); sie soll Vergangenheit, Gegenwart und aktuelle Trends darstellen und verständlich machen, aber auch zu Visionen anregen.

Die Reihe richtet sich an die allgemeine Öffentlichkeit, besonders aber an Personen, die in einem gerontologischen Arbeitsfeld tätig sind oder tätig werden wollen, an Studierende aller Fächer sowie an alle an Altersfragen Interessierten.


Programm

19. September 2012
Leben in Zürcher Altersheimen: Erwartungen und Erfahrungen
Alexander Seifert, Dipl.-Sozialpäd., Zentrum für Gerontologie, Universität Zürich
(Präsentation, PDF, 568 KB; Projektbericht)

3. Oktober 2012
Sensoren für Senioren –
Forschung zu 'Ambient Assisted Living' (AAL) am iHomeLab

Rolf Kistler, Dipl. El. Ing. HTL, Leiter AAL-Forschung am iHomeLab, Hochschule Luzern – Technik & Architektur
(Präsentation, PDF, 3.8 MB; http://www.ihomelab.ch/)

17. Oktober 2012
Wohnplanung für das dritte und vierte Lebensalter – zentrale Trends und Prinzipien
Prof. Dr. François Höpflinger, Alters- und Generationenforschung, Soziologisches Institut, Universität Zürich
(Präsentation, PDF, 1.4 MB; http://www.hoepflinger.com)

31. Oktober 2012
«Weiterbauen» – Wohneigentum generationenfreundlich umgestalten
Dr. sc. Mariette Beyeler, Architektin ETH, Architekturvermittlerin, Lausanne
(Präsentation, PDF, 3.8 MB; http://www.weiterbauen.info/

14. November 2012
Neustart Schweiz:
Sind neue urbane Nachbarschaften auch ein Modell für das Leben im Alter?

Hans Widmer, Autor und Vorstandsmitglied von «Neustart Schweiz» – Verein für ökologisch-soziale Erneuerung
(Manuskript, PDF, 206 KB; http://neustartschweiz.ch/, http://danach.info/, Video der Veranstaltung )

28. November 2012
Alters- und lebensgerechtes Bauen:
Worauf bei Bau, Kauf und Miete geachtet werden muss

Felix Bohn, Architekt ETH, Ergotherapeut, Lichtdesigner und Gerontologe, selbständiger Berater und Fachbereichsleiter bei der Schweizerischen Fachstelle für behindertengerechtes Bauen, Zürich
http://www.wohnenimalter.ch/

12. Dezember 2012
Wohnformen in der 2. Lebenshälfte:
Von der angestammten Wohnung bis zum alternativen Wohnprojekt

Regina Walthert-Galli, Architektin ETH, Gerontologin, Bauberaterin für hindernisfreies Bauen bei der Behindertenkonferenz Kanton Zürich BKZ
(Präsentation, PDF, 2.3 MB; http://www.bkz.ch/ )

(Die Veranstaltungen vom 28.11. und 12.12. sind als zweiteiliger Input aufeinander abgestimmt, können aber auch separat besucht werden.)