Altern, Sterben und Tod

Öffentliche Veranstaltungsreihe im Herbstsemester 2015 (Fortsetzung)  

Ab 23. September 2015 14-täglich am Mittwoch, 18.15 – 19.45 Uhr
Universität Zürich-Zentrum, Rämistrasse 71, Hörsaal KOL-F-121
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

Daten: 23.09. / 07.10. / 21.10. / 04.11. / 18.11. /02.12. / 16.12.2015

Seiteninhalt


Leben ist endlich. Im aktuellen Altersdiskurs wird dies – im achtenswerten Bemühen um ein ressourcen- statt defizitorientiertes Altersbild – gelegentlich ausgeblendet. Doch kann man dem Alter den Schrecken nehmen, indem man dessen unweigerlich eintretenden Abschluss tabuisiert?

Der Tod kann nach ganz verschiedenen Lebensphasen eintreten: selten als plötzlicher Tod ohne vorherige Funktionseinschränkung, häufiger nach einer mehrmonatigen Zeit zunehmender Pflegebedürftigkeit, am häufigsten nach Jahren zunehmender Gebrechlichkeit und Abhängigkeit. Psychosozial und somatisch orientierte Massnahmen können helfen, auch unter solchen Umständen Leiden zu vermindern und Lebensqualität zu erhalten. Trotzdem ist oft nicht nur für die Sterbenden, sondern auch für nahestehende Personen die letzte Phase schwierig zu bewältigen – für letztere dauert die Bewältigung häufig lange über den Tod hinaus.

Welchen Tod wünschen wir uns? Wo soll und kann er stattfinden? In wessen Hand liegt er: in unserer eigenen, derjenigen der behandelnden Ärzte oder doch allein in Gottes Hand? Wie kann das Sterben möglichst erträglich gemacht werden? Hat der Tod einen Sinn; welchen und für wen? Wird seine Unabwendbarkeit eines Tages überwunden, oder wenigstens das Leben wesentlich verlängert werden können?

Solche Fragen stehen im Fokus der interdisziplinären Ringvorlesung. Sie richtet sich an Personen, die in einem gerontologischen Arbeitsfeld tätig sind oder tätig werden wollen, an Studierende aller Fächer sowie an alle an Altersfragen Interessierten.


Programm


23. September 2015
Sterben als Schicksal oder als Entscheidung – die gesellschaftliche Tendenz hin zum selbstbestimmten Sterben mit Organisationen wie EXIT
Bernhard Sutter, Geschäftsführer EXIT, Vereinigung für humanes Sterben, Zürich
Präsentation, PDF, 1.7 MB
«Sterben – Schicksal oder Entscheidung», Artikel auf www.seniorweb.ch, 28.09.2015

7. Oktober 2015
Vor dem Tod sind nicht alle gleich.
Überlegungen zur sozialen Frage am Lebensende

Kurt Seifert, Leiter Forschung & Grundlagenarbeit, Pro Senectute Schweiz, Zürich
Präsentation, PDF, 440 KB
Manuskript, PDF, 179 KB

21. Oktober 2015
Sterben im Spital
Daniel Grob, Dr. med. MHA, Chefarzt Akutgeriatrie, Stadtspital Waid, Zürich
Präsentation, PDF, 673 KB

4. November 2015
Veränderungen der Alltagskompetenz von Pflegeheimbewohnerinnen
und -bewohnern am Lebensende

Nathan Theill, Dr. phil., Zentrum für Gerontologie, Universität Zürich
Präsentation, PDF, 4.7 MB

18. November 2015
Trauer und Verlust. Soziologische Anmerkungen
Nina Jakoby, Dr. phil., Soziologisches Institut, Universität Zürich
Publikationen dazu:
Trauernormen. Historische und gegenwärtige Perspektiven. SWS-Rundschau, 3/2013, 253–274. (PDF, 640 KB)
Talking about grief: conversational partners sought by bereaved people. Bereavement Care, 33, 13–18 (2014). (PDF, 266 KB)

2. Dezember 2015
Ist Sterben mit Demenz anders?
Georg Bosshard, PD Dr. med., leitender Arzt Klinik für Geriatrie, UniversitätsSpital Zürich
Präsentation, PDF, 400 KB

16. Dezember 2015
Sterbeideale oder: Gibt es den guten Tod?
Nina Streeck, Dipl.-Theol., lic. oec. publ., Ethik-Zentrum – Institut für Biomedizinische Ethik und Medizingeschichte, Universität Zürich