
«Aufgeweckte Kunst-Geschichten» – mit Demenz Bilder gemeinsam neu entdecken
Ein Interventionsprojekt des Zentrums für Gerontologie in Kooperation mit der Alzheimervereinigung Kanton Zürich, dem Sanatorium Kilchberg, dem Kunsthaus Zürich, der Gemeinde Horgen und dem Pflegezentrum Entlisberg der Stadt Zürich
Hintergrund
Das Bild der Demenz ist bislang in der Öffentlichkeit überwiegend negativ geprägt. Diese Defizitorientierung kann durch eine ressourcenorientierte Einstellung zur Krankheit selbst, gepaart mit beobachtbaren, angeleiteten Aktivitäten und Produktionen zur Kompetenzorientierung umgewandelt werden.
Projektidee «Aufgeweckte Kunst-Geschichten» –
mit Demenz Bilder gemeinsam neu entdecken
Das Projekt animiert Menschen mit Demenz anhand skurriler Photographien und/oder Bilder sowie durch offene Fragen zum kreativen Geschichtenerfinden. Das Besondere daran ist einerseits das Gruppensetting, der Durchführungsort im Museum und andererseits die Möglichkeit, ohne individuelle Biographiekenntnisse einen kreativen Prozess anzustossen. Weder zunehmende Gedächtniseinbussen noch Wortfindungsschwierigkeiten stellen dabei Barrieren dar.
Ziele
Dank den regelmässigen Museumsbesuchen mit kreativem Geschichtenerfinden findet eine intellektuelle Stimulation und soziale Interaktion in einer akzeptierenden Umwelt statt, welche sowohl den an Demenz Erkrankten als auch Angehörigen und Freiwilligen eine positive geteilte Erfahrung und emotionale Nachhaltigkeit ermöglichen. Verbliebene Kompetenzen und Ressourcen der Erkrankten werden dadurch gefördert, kreatives Potential und die Freude am eigenen Tun erweckt.
Die erfundenen Geschichten fliessen als Transfer in die Öffentlichkeit (z.B. als Ausstellung oder Bildband), um dadurch das defizitäre Bild der Demenz abbauen zu helfen. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen können so öffentliche Anerkennung erfahren und ihren Selbstwert stärken.
Das Projekt «Aufgeweckte Kunst-Geschichten – mit Demenz Bilder gemeinsam neu entdecken» vereint alles, was für eine soziale Intervention im Bereich der Demenz erwünscht ist: Es integriert, stärkt und befähigt Gesunde und Erkrankte gleichermassen, ist durch und durch positiv und regt die Öffentlichkeit mittels realer Erfahrungen dazu an, ihr Defizit-Bild der Erkrankung anzupassen. Überdies bietet es freiwillig Tätigen die Möglichkeit eines positiven und lustvollen sozialen Engagements.
Evaluation
Nicht zuletzt soll das Pilotprojekt mittels einer wissenschaftlichen Umsetzungsevaluation prozessorientiert begleitet, fortlaufend optimiert und auf seine Wirksamkeit überprüft werden.
Laufzeit des Projektes: 6/2012 – 12/2015
Kontakt:
Dr. Sandra Oppikofer
(Gesamtleitung), sandra.oppikofer@zfg.uzh.ch
Silvia Angst (operative Leitung), Tel. 044 635 34 28, silvia.angst@zfg.uzh.ch
Prof. Dr. Karin Wilkening (wissenschaftliche Leitung), karin.wilkening@gmail.com
Sponsoren/Gönner:





