Programm Socius: Projekte ausgewählt

Ältere Menschen sollen die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, um möglichst selbständig leben zu können. Das ist das Ziel des Förderprogramms Socius der Age-Stiftung. In einem Auswahlverfahren haben nun zehn Projekte aus acht Kantonen Aufnahme ins Programm gefunden.

Um trotz Gebrechlichkeit und Einschränkungen weiterhin möglichst selbständig leben zu können, sind viele ältere Menschen früher oder später auf Hilfe angewiesen. Oft ist nur punktuelle Unterstützung im Alltag nötig, manchmal aber auch aufwändige Pflege. In den Schweizer Gemeinden und Kantonen sind verschiedene professionelle oder ehrenamtliche Unterstützungsangebote vorhanden, von der stationären Pflege bis zum häuslichen Entlastungsdienst. Doch vielenorts fehlt es an Koordination unter den Anbietern. Zudem sind die Älteren und ihre Angehörigen oft nur wenig über die Angebote informiert. Im Programm Socius will die Age-Stiftung gemeinsam mit den Programmteilnehmenden Lösungen finden, wie die Altersarbeit künftig wirksam organisiert werden kann. Das Programm fördert Netzwerke vor Ort, dank denen ältere Menschen und ihre Angehörigen die passende Unterstützung, Beratung und Hilfe erhalten, dies unkompliziert und bezahlbar.

Die Ausschreibung des Programms stiess auf grosses Interesse, 50 Projekte aus der Deutschschweiz bewarben sich. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wählte eine Begleitgruppe namhafter Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam mit den Verantwortlichen der Age-Stiftung zehn Vorhaben aus. Diese werden 2015 bis 2018 finanziell unterstützt und profitieren vom Wissensaustausch innerhalb des Programms. Die Projekte stammen aus den Städten Basel, Bern, Biel und Schaffhausen, den Gemeinden Bassersdorf und Horgen (ZH) sowie Bettlach (SO), dem Freiburger Sensebezirk, der Region Frauenfeld (TG) und dem Kanton Schwyz. Die Projekte sehen vor, zentrale Anlaufstellen für ältere Menschen aufzubauen, die Leistungen von Spitex, Pflegeheimen, Spitälern und weiteren Anbietern aufeinander abzustimmen, pflegende Angehörige zu stärken, Quartiere altersfreundlich zu gestalten und die Nachbarschaftshilfe zu fördern. Dabei arbeiten Behörden, ambulante und stationäre Leistungserbringer, Organisationen der Altersarbeit, Freiwilligen-Initiativen und Seniorenvertretungen zusammen.

Die Ergebnisse des Programms werden dokumentiert und weiteren Gemeinden und Regionen zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, dem demografischen Wandel mit zeitgemässen, wirtschaftlich tragbaren und bedürfnisorientierten Unterstützungssystemen zu begegnen. Dabei soll auch dem Wunsch älterer Menschen entsprochen werden, möglichst lange möglichst autonom in der eigenen Wohnung bleiben zu können.

Informationen zu den ausgewählten Projekten und zum Programm Socius finden Sie auf www.programmsocius.ch.