Digitalisierung in Organisationen für Menschen mit Unterstützungsbedarf

Hintergrund

Während sich die Technik stetig verändert und die Digitalisierung fortschreitet, stellt sich zugleich die Frage, wie diese Veränderungen im Alltag aller Einzug finden können und diesen verändern. Diese Frage stellt sich insbesondere für Organisationen, die sich professionell mit Menschen mit Unterstützungsbedarf befassen. Zum einen gibt es immer neue Technologien und Verfahren, die in den Organisationen für Menschen mit Unterstützungsbedarf eingesetzt werden können, zum anderen aber verändern sich durch die Digitalisierung auch die Bedürfnisse und damit auch der Unterstützungsbedarf jener Menschen, die in eben diesen Organisationen betreut werden. Zusätzlich erhöhen sich die Anforderungen an die Mitarbeitenden, da sie der wachsenden Kompetenz und den Bedürfnissen der Klientel hinsichtlich der digitalen Anwendungen entsprechen wollen und die Technik, die in den Institutionen Einzug hält, bedienen müssen.

Ziele

Aufgrund dieser Ausgangslage lancierte der Branchenverband CURAVIVA Schweiz einen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Schweizer Hochschul- und Praxislandschaft. In mehreren Treffen und einem grösseren Workshop konnte festgestellt werden, dass die beschriebenen Wissenslücken existieren und es den Bedarf aus der Praxis gibt, mehr über den aktuellen Stand der Digitalisierung zu erfahren.

Ziel der hier vorliegenden Studie und Befragung war es somit, Auskunft über den aktuellen Stand des «Digitalisierungs-/Technologisierungsgrads» in den Organisationen für Menschen mit Unterstützungsbedarf zu erhalten. Neben der Erhebung des aktuellen Digitalisierungsgrads (gemessen an der aktuellen Nutzung bestimmter Technologien im Arbeitsablauf), der Einstellung zur Digitalisierungswelle und der infrastrukturellen Ausstattung war es in der Umfrage wichtig zu erfahren, welche Wünsche zum Unterstützungsbedarf und zu den Rahmenbedingungen bestehen. Darüber hinaus sollten die Umfrage und deren Ergebnisse dafür genutzt werden, Forschende und Praxispersonen miteinander zu vernetzen, offene Fragestellungen zu diskutieren und Grundlagen für eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema zu schaffen.

Methodik

Die Befragung wurde als Onlinestudie konzipiert. Hierzu wurde ein Fragebogen in drei Sprachen (Deutsch, Französisch und Italienisch) erstellt und von CURAVIVA Schweiz an alle Mitglieder aus den drei Fachbereichen via E-Mail-Einladung versendet.

Es wurden 2.091 Mitglieder von CURAVIVA Schweiz angeschrieben. Insgesamt konnten mit der Befragung 690 Institutionen in der gesamten Schweiz erreicht werden, was einem guten Rücklauf von rund 33 % entspricht. An der Befragung haben Vertreterinnen und Vertreter aller drei Fachbereiche (Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderung und Menschen im Alter) teilgenommen.

Ergebnisse und Ausblick

Die Hauptergebnisse können dem Bericht (siehe Box oben rechts) entnommen werden.

Es ist geplant das Thema weiter zu erforschen und Folgestudien in diesem Projektrahmen durchzuführen.

Laufzeit und Kontakt

Laufzeit des Projekts: 11/2018 –12/2019

Kontakt:
Alexander Seifert

alexander.seifert@zfg.uzh.ch