allfit Gesundheitsförderung

Ein Gesundheitsförderungsprogramm für chronisch kranke alte Menschen

Allfit war ein Empowerment-Programm für chronisch kranke ältere Menschen, das in der Stadt Zürich von 2001 bis 2005 angeboten wurde. Es richtete sich an Menschen über 60, welche an chronischen Herz- oder Lungenerkrankungen, Gelenkbeschwerden oder Diabetes leiden. Dazu wurden jeweils während zwei Monaten wöchentliche, spezifisch auf das Krankheitsbild bezogene Gruppenschulungen sowie ein Bewegungstraining durchgeführt. Das Ziel von allfit war, die Teilnehmenden zu befähigen, die mit der Krankheit verbundenen Leiden und Einschränkungen besser zu bewältigen und damit ihre Selbständigkeit und ihre Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

In einer vom ZfG begleiteten Langzeitstudie wurden die allfit-Kurse für Menschen mit Beschwerden des Bewegungsapparates evaluiert. Dabei sollten die neuesten Programmverbesserungen überprüft werden, um darauf abgestützt weitere Verbesserungsschritte einzuleiten. Im Zentrum des Interesses standen durch allfit bewirkte Veränderungen in Gesundheitseinstellungen und -handeln. Zusätzlich wurden die Auswirkungen des Kurses auf die Lebensqualität und Zufriedenheit der Teilnehmenden erhoben.

Leider konnte das Gesundheitsförderungsprogramm für Menschen mit Rheuma- und Gelenkbeschwerden trotz der ermutigenden Zwischenergebnisse der Evaluation nicht als definitives Leistungsangebot der Stadt Zürich weitergeführt werden, da es nach aktueller Interpretation nicht in den Leistungskatalog der obligatorischen Krankenversicherung fällt. Die Evaluation wurde trotzdem zu Ende geführt und publiziert, um die Erkenntnisse für andere, ähnliche Schulungen (befähigende Gruppenschulung chronisch Kranker) zugänglich zu machen. 

Das Zentrum für Gerontologie unterstützte die Programmverantwortlichen bei der Evaluation.
Finanzierung: Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich.

Kontakt: Dr. Kerstin Albrecht, Stefania Bonsack
s.bonsack@bluewin.ch

Publikation:

Das Programm und die Ergebnisse der Evaluation sind dargestellt in den «Zürcher Schriften zur Gerontologie» Nr. 4/2006: «Lernen, mit der Erkrankung gesund zu leben»