Kantonale Alterspolitiken in der Schweiz

Ein Forschungsbericht des ZfG im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen BSV

Der Bundesrat legte 2007 in Beantwortung eines parlamentarischen Vorstosses (Postulat Leutenegger Oberholzer 03.3541) eine Strategie für eine schweizerische Alterspolitik vor. Im Kern liegt dieser Strategie – nebst der traditionellen, bedürfnisorientierten Sicherstellung der notwendigen Mittel – hauptsächlich ein ressourcen- und potenzialorientierter Ansatz zugrunde: Es geht um die Förderung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Partizipation der älteren Bevölkerung, deren Engagement und Solidarität sowie um die Stärkung von Autonomie und Selbstbestimmung.

Die zentralen Handlungsfelder von Alterspolitik liegen allerdings in der Verantwortung der Kantone. Deshalb nahm das Zentrum für Gerontologie im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) eine Bestandesaufnahme von bestehenden Formen und Ausprägungen kantonaler Alterspolitik vor. Die Bestandesaufnahme soll als Planungs- und Entscheidungsgrundlage für die weitere Entwicklung der schweizerischen Alterspolitik dienen.

Der Forschungsbericht diskutiert wichtige Grundsätze einer modernen Alterspolitik und beschreibt die Vielfalt der vorhandenen alterspolitischen Leitbilder und Konzepte. Weiter gibt er Empfehlungen ab hinsichtlich eines interkantonalen Austauschs und hinsichtlich der Koordination zwischen Bund und Kantonen. Im Bericht integriert ist auch eine Checkliste für die Planung und Formulierung einer kantonalen oder kommunalen Alterspolitik, welche für Behörden und Fachpersonen hilfreiche Anregungen bieten soll.

Laufzeit: 2009 – 2010

Kontakt:
Dr. Caroline Moor, c.moor@zfg.uzh.ch