Betreuung von Menschen mit beginnender Demenz durch Unterstützung im Haushalt

Machbarkeitsstudie des ZfG in Zusammenarbeit mit Pro Senectute Kanton Zürich

In der Anfangsphase einer demenziellen Erkrankung geht es in erster Linie darum, beginnende Defizite zu kompensieren und Sicherheit durch Erreichbarkeit oder Anwesenheit einer Bezugsperson zu vermitteln. In dieser Phase wird in der Regel das soziale Umfeld einer Person stark beansprucht, die Belastung liegt in hohem Mass bei Angehörigen. Da eine Heimunterbringung in diesem Stadium noch nicht angezeigt ist, sollen einerseits die Betroffenen in ihrer Eigenständigkeit gestärkt werden, andererseits wäre eine wesentliche Entlastung durch Hilfspflegekräfte gegeben, die phasenweise oder vollständig in den Haushalt integriert sind.

Die Unterstützung im Haushalt könnte zum Beispiel durch erwerbslose Personen oder WiedereinsteigerInnen ins Erwerbsleben gewährleistet werden, die ein Interesse sowie die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen für eine derartige anspruchsvolle Tätigkeit mitbringen. Die eingesetzten Personen sollen angemessen entschädigt werden, trotzdem muss die Dienstleistung für die Kundin bzw. den Kunden erschwinglich bleiben.

Die hier skizzierte Studie soll feststellen, ob und unter welchen Umständen ein Bedarf an «Hausangestellten mit Hilfsbetreuungsaufgaben», das heisst an einem Betreuungsmodell zwischen Spitex und Heimpflege besteht, welche Personen sich für eine solche Aufgabe interessieren und eignen, welche zusätzliche Vorbereitung und Unterstützung die von Demenz Betroffenen, Angehörigen und die HilfsbetreuerInnen benötigen sowie welche Kosten durch die Unterstützung entstehen. Ausserdem sind arbeits- und versicherungsrechtliche Bedingungen solcher Einsätze abzuklären.

In dieser Vorstudie stehen qualitative Aspekte im Vordergrund; thematische Breite und Tiefe gehen vor Repräsentativität und Verallgemeinerbarkeit. An Hand der Ergebnisse ist zu entscheiden, ob ein entsprechendes Dienstleistungsangebot – vorerst als Pilotversuch – realisiert werden soll.

Laufzeit des Projekts: 6/2007 – 1/2008

Kontakt:
Susanne Zwinggi, s.zwinggi@zfg.uzh.ch